Freitag, 26. August 2016
No Future but Facebook
So weit mir bekannt ist, gab es nie einen Propheten, der geweissagt hätte, dass wir im Leben nach dem Tod Online-Banking machen, Selbstvermarktung über Facebook betreiben, mit Billigfliegern um die Welt jetten und versuchen, uns mit einer möglichst originellen Konsumgüterauswahl Individualität vorzugaukeln.

Die beängstigende Umweltstudie »Global 2000« hatten wir seinerzeit als Schulbuch anschaffen müssen (sie steht noch heute irgendwo hinten unten in meinem Bücherschrank), auf jedem Spind prangten Anti-Atomkraft-Aufkleber und zu den großen Friedensdemos gingen wir Arm in Arm mit unseren Lehrern. Im Deutschunterricht lasen wir »1984« von George Orwell und diskutierten darüber, wie gefährlich nah uns die BKA-Rasterfahndung gegen den RAF-Terrorismus schon an eine solche Überwachungsgesellschaft herangeführt hatte.

Was am No-Future-Punk der späten Siebziger lustiger, hedonistischer Aufbruch gewesen war, dem sich die Kids in ambivalenter Ironie hingaben, war für uns feierlicher Ernst.

Aber niemand hätte in den Achtzigern vorhergesagt, dass eines Tages ein grüner Außenminister zum ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr blasen oder dass einer der RAF-Anwälte als Innenminister Zeitungsredaktionen durchsuchen lassen und die Vorratsdatenspeicherung vorantreiben würde. Ja, es wäre einem, trotz aller Abscheu gegen die Sozialdemokratie, nicht mal eingefallen, dass ein SPD-Kanzler den Sozialstaat westdeutscher Prägung beerdigen könnte. Und schon gar wäre keiner auf den Gedanken gekommen, dass die nachfolgenden Generationen mittels Facebook, WhatsApp und Co. freiwillig einer fröhlich bunten Version des Orwell´schen Überwachungsstaats den Weg bereiten würden oder dass ein Friedensnobelpreisträger 25 Jahre nach dem offiziellen Ende des »Gleichgewichts des Schreckens« die in Deutschland stationierten Atomwaffen modernisieren lassen könnte, ohne damit Massendemonstrationen auszulösen.
http://jungle-world.com/artikel/2016/34/54713.html

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Kater Facebook
Der autoritäre Charakter auf Facebook: nach oben buckeln, nach unten treten.
<br />

Das ist Cyber-Mobbing!!
"Meldemiez" Hahahhahahahahahhahahaaahahahhh. Demnächst dann die Männerversion "Blockwart Bodo"
Echt krank!
Gibt's da nicht was von Ratziofarm? Anti Denunz...
Eigentlich sollten sie sich damit jetzt ein Eigentor geschossen haben.

Dummheit und Bosheit regiert. Aufklärung und Humanismus in der Defensive: Weil Facebook sooooo doof ist, und objektiv reaktionär, gleichschaltend. Nur ein gallisches Dorf ...

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Donnerstag, 25. August 2016
Der mit dem Facebook tanzt
Und wie wir Facebook mittlerweile kennen, wird es sich nicht lange bitten lassen, und mich sofort wieder vom Netz nehmen.
Wenn es soweit ist, werdet Ihr darüber informiert.
Aber ich hab mir was ganz Schönes für Euch einfallen lassen:
Denn dann könnt Ihr eine ganz besondere Challenge beginnen:
1. Sucht in meiner Galerie ein Bild aus, das Euch besonders gefällt.
2. Ladet es auf Euren Computer (!)
3. Postet es bei mir öffentlich (!)
4. Wenn Ihr wollt, erzählt, was Euch an dem Bild gefällt oder bewegt.
Unter jenen, die mitmachen, werden 5 Leute ausgelost, die Ihr gewähltes Bild geschenkt bekommen (sollte es verkauft sein, male ich es nochmal neu).
https://www.facebook.com/jochen.schaudig/posts/1205546666155922?pnref=story

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Sonntag, 21. August 2016
Meldemiezekater Facebook
https://www.facebook.com/RalfKoenig/photos/a.148594388535254.30416.121857674542259/1162767950451221/?type=3&theater
Auszug: Als Zeichner aus Leidenschaft, die Karikatur als Ventil, damit ihm der Kragen nicht platzt, oft sperrig, nicht bequem und ohne kommerziellen Hintergrund gibt Jochen Schaudig seinen Senf dazu, und der muss nicht immer schmecken. Der muss nicht mal erheitern, wie das mit kritischen Karikaturen bekanntlich so ist.
Nun hat Facebook den Mann gesperrt, bzw. sein Profil, erst für 3 Tage, dann für sieben Tage und der Grund dafür ist 'Meldemiez' (allein der Name!) ein offenbar bräunliches Hirn, dem (unter anderem) Jochen Schaudigs Karikaturen nicht passen, wohl weil es sich in den Zeichnungen zu oft unvorteilhaft portraitiert fühlt. Und jemand bei Facebook schlägt bereitwillig die Hacken zusammen und sperrt nicht den Denunzianten, sondern den Zeichner, demnächst womöglich für immer.
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War kürzlich selbst zum zweiten Mal drei Tage auf Facebook durch Facebook gesperrt, weil ich einen Rassisten Arschloch genannt habe und einen compacten Schwurbler Verschwörungsarsch. Der Rassist und der rechtsdrehende Verschwörungstheoretiker dürfen weitermachen. So funktioniert Facebook, das Arschloch.
Tatort diesmal die FB-Seite der Aktuellen Stunde mit dem Bericht über einen sich nicht unter Kontrolle habenden Polizisten; damals auch eine WDR-Seite, die wohl allesamt für bloß formalen Anstand stehen. https://rainerkuehn.blogger.de/stories/2600235/

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